Echt oder gefälscht?

Wie wichtig ist Authentizität bei Kunstwerken?
Die Sammlung Toporovski.

Macht man sich die genaue Bedeutung des Wortes klar und die Beschreibung durch die Begriffe wie Echtheit, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, Wahrheit, Zuverlässigkeit… muss die Antwort wohl ja heißen. Auch wenn man Fälschungen ja in der Regel nicht leicht erkennt: wird ein Kunstwerk einem Künstler zugeschrieben, bekommt es dadurch seine besondere Bedeutung: es ist originell und nicht reproduzierbar, es sei denn durch den Künstler selbst. Davon geht man einfach aus und ist dem nicht so, ist man enttäuscht und fühlt sich betrogen. Ganz egal, ob die Kunstwerke gefallen oder nicht.

Darum geht es auch beim Furore um die Toporovski-Sammlung mit 26 Kunstwerken der russischen Avantgarde, die im Museum für Schöne Künste in Gent (MSK) zu sehen war. Mittlerweile hat das Museum die Leihgaben an die Eigentümer zurück gegeben. Viele Experten hatten die Echtheit der Werke bezweifelt. Auf Initiative des flämischen Kulturministers Sven Gatz sollten einige Werke der Sammlung auf ihre Echtheit geprüft werden. Doch bevor die Untersuchung starten konnte, legten die Anwälte ihr Veto ein: eine Untersuchung sei Sache der Eigentümer. Mag ja sein, aber gab es wohl etwas zu befürchten? Angeblich werden die Eigentümer nun selbst eine Untersuchung veranlassen. Man darf gespannt sein, ob man darüber noch jemals etwas hören wird.

 

 

Popova: Café, 1914
Malewich: Woodcutters, 1912
Tatlin: Nude, 1914

 

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