Pop Art und Hyperrealismus

Mitte der 50er Jahre entwickelte sich in den USA und Großbritannien die Pop Art, bei der Künstler wie Andy Warhol, Richard Hamilton und Roy Lichtenstein Konsum und Massenmedien zum Thema ihrer Kunst machten. Sie griffen den Zeitgeist und Lebensstil auf und frugen sich: was ist populär, beliebt, bekannt? So malte Andy Warhol die Campell Suppendosen, die man überall kaufen kann oder porträtiert die damaligen Stars wie Marilyn Monroe.

Später in den 60 er Jahren entwickelte sich daraus der Hyperrealismus, der manchmal auch mit Fotorealismus bezeichnet wird. Künstler wie Chuck Close und Duane Hanson begannen Bilder nach Fotografien zu malen oder lebensecht aussehende Figuren aus Kunststoff zu gießen. Beeindruckend lebensecht sieht man die amerikanische Hausfrau (“Supermarkt Lady”, 1970), ungepflegt, zu dick und mit Lockenwicklern, die einen prall gefüllten Einkaufswagen mit ungesunden Fertiggerichten in Dosen und zuckerhaltigen Getränken vor sich her schiebt. Welcher Ballast. Wohlstand und Bequemlichkeit zeigen ihre Kehrseite. Man erkennt, dass der Künstler mit der Welt sehr unzufrieden war. Diese Figur wurde soeben aufwendig renoviert.

Gezeigt werden u.a. Porträts von Andy Warhol, Roy Lichtensteins “Interior with Cactus” (1978), Chuck Close “Richard” (1969), G. Matta-Clark “Pier 52” (1975).

Ludwig Forum Aachen bis 31.12.2017

 

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