Schöner als die Wirklichkeit – die Stillleben des Balthasar van der Alst

Van der AlstLeihgaben aus 20 bedeutenden internationalen Museen wie dem Louvre oder der Londoner National Gallery und aus Privatbesitz treten den Beweis an: die Stillleben des Balthasar van der Alst (1593/94 – 1657) sind schöner als die Wirklichkeit. Seine Blumen- und Früchtestillleben sind häufig mit Schneckenhäusern und kleinen Tieren oder mit chinesischem Porzellan arrangiert. Sie zählen zu den schönsten Darstellungen seiner Zeit. Vielleicht kann man beim Klang des Gemäldetitels “Die Tulpe Sommerschön” (1630, Öl auf Eiche, Privatbesitz) die abgebildete Schönheit erahnen oder sich bei “Blumen in einer Muschel”  (1635, Öl auf Eiche, London) die Extravaganz der Darstellung vorstellen. In den Blumenstillleben des 17. Jahrhunderts nahmen Tulpen einen prominenten Platz ein. Die “Blumen in einer Glasvase” (1630, Öl auf Eiche, Rijksmuseum Amsterdam) zeigen wiederum ineinander verwobene Blätter in einer berauschenden Farbenpracht.

Zu sehen nur noch bis 5. Juni in Aachen, Suermondt-Ludwig Museum.

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