Bosch in s’Hertogenbosch

Die Ausstellung läuft noch, ist aber zu normalen Zeiten so gut wie ausverkauft: Jheronimus Bosch – Visioenen van een genie, die noch bis zum 08. Mai in s’-Hertogenbosch gezeigt wird.

Gut also, wenn man schon dort war! Denn phantastisch im wahrsten Sinne des Wortes die Werke und einmalig in ihrer Zusammenstellung als Gesamtschau.

Deutlich hält uns Bosch den Spiegel vor: unsere Laster, unsere Ängste, egal wo und wann wir leben. Und damit auch heute noch aktuell.

Der Meister selbst lebte zwischen Mittelalter, einer Zeit, in der Gott im Mittelpunkt des Lebens stand, und der Renaissance, eine Zeit, in der der Mensch die Bühne auch in der Kunst eroberte.
Für das Gute und das Böse ist der Mensch selbst verantwortlich lehrt Bosch und fordert die Eigenverantwortung des Menschen ein (De Dood en de Vrek, 1500).

Jheronimus_Bosch_050Originell und geheimnisvoll schildert er die Folgen des Handelns: Geht Geld und Gott zusammen? Der Heuwagen (1510) rollt langsam aber sicher in die Hölle und zieht alle mit, die sich für das Heu (Reichtum) entschieden haben. Ja wir Menschen balancieren auf des Messers Schneide (Das Jüngste Gericht, 1495 1505, Gröningemuseum).

Neben seinen Gemälden werden auch viele Zeichnungen gezeigt. Es war Bosch, der sie zum eigenständigen Genre erhob und sie nicht nur als Skizze verwendete.

Ein Highlight im Ausstellungsjahr 2016!

 

 

 

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